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Künstliche Intelligenz (KI) im Verband

Von der digitalen Revolution zur KI-Transformation

Künstliche Intelligenz (KI) hat vor ca. einem Jahr für Aufsehen gesorgt, obwohl der Begriff selbst nicht neu war. Plötzlich traten zahlreiche Tools ans Licht, die KI in verschiedensten Formen für eine breite Öffentlichkeit zugänglich machten: ChatGPT für Textgenerierung, DALL·E für die Erstellung künstlicher Bilder, DeepVoice zur Nachbildung eigener Stimmen für Sprachausgaben und GPT-3 für eine Vielzahl von Anwendungen, von Textanalyse bis hin zur automatisierten Programmierung. Anfangs wurden diese Möglichkeiten oft spielerisch erkundet und sorgten zunächst für Erstaunen.


Die zentrale Frage jedoch ist, wie KI im beruflichen Kontext sinnvoll eingesetzt werden kann und welchen Nutzen sie bietet. Tools wie ChatGPT können bei der Textkorrektur, dem Finden alternativer Formulierungen oder der Strukturierung von Inhalten unterstützen, benötigen jedoch präzise Vorgaben, um optimierte Ergebnisse zu liefern. Ohne qualitativ hochwertigen Input sind die Ergebnisse oft nur mäßig. Vor allem im Bereich der Bild- und Videodaten ist die rechtliche Bewertung im Hinblick auf den Datenschutz noch nicht abschließend geklärt.


Dennoch ermöglicht KI bereits jetzt die Optimierung einzelner Prozesse, besonders in der Bild- und Videobearbeitung. Tools wie Adobes Sensei, eine KI-gestützte Funktion in Photoshop, erleichtern das Ausschneiden oder Hinzufügen von Objekten in Bildern. Ebenso vereinfacht Adobe Premiere Pros Auto-Reframe-Funktion, ebenfalls KI-gestützt, das Bearbeiten von Videoformaten. Die Möglichkeit, sich digital zu klonen und durch KI generierte Stimmen und Erscheinungsbilder zu nutzen, ist ebenso faszinierend. Obwohl man der Technik ihre künstliche Herkunft noch ansieht, schreitet die Entwicklung rasant voran. Deep Fakes, erstellt mit Tools wie DeepFaceLab oder ZAO, könnten daher schon bald einen spürbaren Einfluss auf unser Leben haben.


KI wird viele Prozesse beschleunigen, doch der menschliche Faktor bleibt unersetzlich. In den nächsten Jahren – davon gehe ich fest aus - werden KI-generierte Fachtexte von menschlich verfassten Texten kaum zu unterscheiden sein. KI wird nicht nur organisieren und Empfehlungen aussprechen können, sondern möglicherweise auch komplexe Sinnzusammenhänge verstehen. Dies betrifft die Auswertung von Tabellen, die Analyse von Bildern und die Zusammenfassung von Texten mit Tools wie OpenAI's GPT-3.


Mögliche Einsatzgebiete von KI in Verbänden umfassen unter anderem:


Analyse und Auswertung: Verbände könnten KI nutzen, um Markttrends zu analysieren und personalisierte Dienstleistungen für ihre Mitglieder zu entwickeln. Durch den Einsatz von KI in der Datenanalyse können Verbände präzisere Vorhersagen über die Entwicklung bestimmter Marktsegmente treffen und ihre Mitglieder bei der strategischen Planung unterstützen.


Effizientere Kommunikation: KI könnte in der politischen Kommunikation und Lobbyarbeit eingesetzt werden, um diese zu optimieren. Durch die Analyse großer Datenmengen aus verschiedenen Quellen können Verbände besser verstehen, welche Themen für die Politik und die Öffentlichkeit von Bedeutung sind und somit ihre Kommunikationsstrategien entsprechend anpassen.


Es ist zu erwarten, dass KI bestimmte Berufe ersetzen wird, was angesichts des Fachkräftemangels auch eine Chance darstellt. Menschen werden weiterhin benötigt, aber nicht mehr für jede Aufgabe. Für Verbände, die im Wettbewerb um Fachkräfte stehen, könnte KI eine Entlastung bedeuten. Die Kommunikation wird effizienter, und diverse Prozesse können automatisiert werden, sodass sich Mitarbeitende stärker auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können.


Die durch KI hervorgerufenen Veränderungen werden gesellschaftlich tiefgreifend sein. Es ist daher jetzt an der Zeit, sich darauf vorzubereiten, um auch in Zukunft Schritt halten zu können.

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